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Georgien stand schon länger auf meiner Reiseliste. Tolle Natur, schöne Gebäude, die Kultur und das Essen haben mich gereizt. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Das Land am schwarzen Meer hat uns absolut begeistert. Deshalb stelle ich euch hier meine Reiseroute und Reisetipps für Georgien vor.
Allgemeine Informationen zu Georgien
Wie komme ich nach Georgien?
Erreichbar ist Georgien von Österreich & Deutschland sowohl über den Land- als auch über den Luftweg.
Internationale Flughäfen in Georgien findet man in der Hauptstadt Tiflis, in Kutaisi und in Batumi (am schwarzen Meer) und mehrfach pro Woche findet man hier Direktflüge (zB. Von Wien). Wie die meisten Reisenden entschieden wir uns dafür, die An- und Abreise unterschiedlich zu machen. Wir sind direkt von Wien nach Tiflis geflogen und retour von Batumi über Istanbul nach Wien.
Als direkter Nachbar der Türkei lässt sich Georgien über den Landweg bereisen, allerdings braucht man für die An- & Abreise natürlich viel Sitzfleisch und Zeit.
Transport: Wie komme ich in Georgien von A nach B?
Von Ost nach West ist das Zugnetz in Georgien recht gut ausgebaut, wer von dieser Hauptroute abweichen möchte, muss entweder mit kleinen Bussen (Marshrutka) fahren, Touren buchen oder sich selbst hinter das Steuer setzen.
Wir entschieden uns für eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und einem Mietwagen, da wir damit maximal flexibel waren. Ich würde es sofort wieder so machen, auch wenn der Autostil der Georgier „gewöhnungsbedürftig“ ist. Im Straßenverkehr gibt es quasi keine Regeln, außer „rechts ist das Gas“…. Es funktioniert aber erstaunlich gut, da die Georgier sehr sichere Autofahrer sind und zwar nach dem Prinzip „der Stärkere gewinnt“ vorgehen, aber auch definitiv auch auf andere Autofahrer Rücksicht nehmen. Den Mietwagen hatten wir für alles auf der Strecke zwischen Tiflis und Kutaisi (4 Tage).
Taxifahren in Georgien ist günstig, allerdings würde ich empfehlen, die Taxis per Online-Service (Bolt App) zu bestellen, damit ist die Route und der Preis fix festgelegt. Achtung! Wer Trinkgeld geben will, sollte das direkt machen, da die App es nicht zulässt (zumindest war das bei uns leider der Fall).


Bezahlen in Georgien – Währung, Bargeld etc.
Die georgische Währung ist der georgische Lari und aktuell ist der Umrechnungskurs 1:3,20. Man kann in Georgien viel mit der Karte zahlen, was ich empfehlen würde. Wer Geld wechseln möchte, dem würde ich empfehlen, dies nicht am Wechselschalter bei der Gepäckausgabe am Flughafen Tiflis zu machen, da hier der Kurs wirklich schlecht war, sondern zumindest einmal die Gepäckausgabe zu verlassen. Wir haben dann die Wechselstuben am Flughafen verglichen und auch einmal in der Stadt gewechselt. Es ist ein bisschen wie ein Lotteriespiel, wo der Kurs am besten ist, selbst am Flughafen in Tiflis waren die Wechselgebühren zwischen den verschiedenen Wechselstuben völlig unterschiedlich.
Reiseroute für eine 8-10-tägige Georgien-Reiseroute
Wir hatten 8 volle Tage (plus Anreise + Abreise, also gesamt 10 Tage) in Georgien, weil zeitlich nicht mehr möglich war. Diese 8 Tage haben wir komplett gefüllt mit Programm. Die Tage waren zeitweise sehr lang und anstrengend, weshalb ich unsere Route eher für einen Aufenthalt von rund 9-10 Tagen vorschlagen würde (plus Anreise und Abreisetag, also gesamt 11-12 Tage). Wer weniger Zeit hat, kann aber natürlich auch Punkte streichen, ich habe das ausführlich angeführt, wo meine Highlights waren.
Tiflis – Mzcheta – Stepanzminda – Gori – Achalziche – Zqaltubo – Kutaisi – Batumi
Tag 1 & 2: Tiflis
Gestartet hat unsere Reiseroute in Georgiens Hauptstadt Tiflis (Tbilisi). Hier haben wir 2 volle Tage verbracht und die Stadt hat uns sofort gefallen. Die Highlights hier sind der Mtatsminda Vergnügungspark, der Uhrturm, die Sameba Kathedrale, die Chronicles of Georgia und der Dry Bridge Market. Bekannt sind außerdem noch die Mutter Georgiens und die Innenstadt. 2 Tage waren meiner Meinung nach ideal, um die Stadt zu erkunden. Wir haben uns hier außerdem Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft. Auf Autofahren in Tiflis würde ich verzichten, die Parkplätze sind begrenzt und man kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. zu Fuß überall hin.
Übernachtet haben wir im Aivani Old Tbilisi, das Zimmer war zwar klein, aber sonst passend, das Frühstück war sehr lecker.






Tag 3: Fahrt in Richtung Kazbegi
Am 3. Tag holten wir uns in der Innenstadt unser Mietauto, das wir die folgenden 4 Tage hatten. Der erste Stopp sollten die Berge an der russischen Grenze werden – denn dort befindet sich das typische Postkartenmotiv von Georgien, eine Kirche vor dem Gebirge. Auf dem Weg legten wir aber einige Stopps ein, die ich sehr empfehlen kann.
Mzcheta & Dschwari
Zuerst ging es für uns in die kleine Stadt Mzcheta und zum Dschwari Kloster am Hügel nebenan. Das Kloster ist aus dem 6. Jhdt und dementsprechend eines der ältesten in Georgien. Wir fanden den Besuch nett, allerdings findet man hier ziemliche Touristenmassen. Den Ort Mzcheta mit der Swetizchoweli Kathedrale fanden wir dafür toll. Zwar sind hier auch viele Touristen, aber es verteilt sich besser als bei dem kleinen Kloster am Berg.


Schiomghvime
Das Kloster Schiomghvime ist eines der ältesten in Georgien und wurde im 6. Jhdt gegründet. Es ist ein sehr ruhiger Ort in einer kleinen Schlucht und den kurzen Abstecher von Mzcheta wert.

Ananuri Festung & Zhinvali See
Weiter ging die Fahrt in Richtung Norden mit dem nächsten Stopp bei der Ananuri Festung am Zhinvali See. Auf einer Anhöhe beim see (zu finden unter „Panorama of Zhinvali Resrvoir“ haben wir einen kurzen Fotostopp eingelegt, der See ist wunderschön türkis und definitiv den Fotostopp wert.


Fahrt über Gudauri nach Stepanzminda
Ab hier wird die weitere Reise immer malerischer, man kommt tiefer in das Gebirge und die Panoramastraße bis zum Skigebiet Gudauri ist wirklich wunderschön. Hier haben wir einige kurze Stopps am Straßenrand eingelegt (! Achtung auf den Unterboden bei den Parkbuchten 😉). Hier findet man auch das Denkmal der georgisch-russischen Freundschaft, das zu Sovietzeiten erbaut wurde. Es ist definitiv einen Stopp wert, das Panorama, als auch das Denkmal sind wunderschön. Wir sind beim Denkmal dann am Rückweg stehen geblieben.
Unser finaler Stopp war die Stadt Stepanzminda, die man nach 3 ½ Stunden Autofahrt (ohne Pausen / Stopps) von Tiflis erreicht.
Unterkunftstipp: In Stepanzminda gibt es viele kleine Hütten, die man mieten kann. Wir haben uns für die Unterkunft Pyramid Kazbegi entschieden, da diese aber voll war, wurden wir verlegt in die Via Kazbegi und haben es absolut geliebt! Aber auch bei Pyramid Kazbegi sind wir vorbei gekommen und fanden wir sehr schön von außen!




Tag 4: Gergeti Kirche & Fahrt nach Gori
Gergeti Trinity Church
An unserem 4. Tag machten wir uns früh morgens auf den Weg von Stepanzminda zur berühmten Gergeti Kirche, die wunderschön vor dem Berg Kazbegi zu sehen ist.
Meiner Internet-Recherche nach dachte ich, dass wir zur Kirche wandern müssen, da es bis vor wenigen Jahren noch keine asphaltierte Straße gab. Nachdem wir nun dort waren, kann ich sagen, dass definitiv eine Straße nach oben führt. Diese startet nach dem Ort Gergeti auf der linken Seite und ist auf Google Maps zu finden als „Stepantsminda-Sameba Church“.
Der Wanderweg zur Kirche beginnt im Dorf Gergeti. Vom offiziellen Startpunkt aus geht man hier ca. 50 Minuten und knapp 350 Höhenmeter, bis man bei der Kirche angelangt ist. Dabei passiert man den Gergeti Tower. Ich fand die Wanderung recht schön und abgesehen von ein paar Passagen auch nicht allzu steil, weshalb sie sich für uns dennoch gelohnt hat.
Das typische Fotomotiv fotografieren war hier am Morgen ein bisschen schwierig, weil die Sonne genau schräg hinter der Kirche stand.
Achtung! Aktuell (Juni 2025) wird die Kirche renoviert, einer der beiden Türme ist „eingegittert“.
Routen-Alternativen: Anstatt die Stopps am Weg in den Norden einzulegen, könnte man hier das Programm tauschen und die Gergeti Kirche am Nachmittag vom 3. Tag machen, damit hat man auch nicht die Sonne im Hintergrund der Kirche. Man muss eben nur rechtzeitig in Gergeti / bei der Kirche sein, damit die Sonne nicht hinter den Bergen verschwindet.


Gori
Nach der Wanderung zur Gergeti Trinity Church ging es für uns wieder in Richtung Süden, aber nicht nach Tiflis, sondern nach Gori. Gori ist der Geburtsort von Stalin. Hier gibt es auch ein Museum zu Stalin, wo ich ein paar Mal den Kopf schütteln musste, da sie ihn doch sehr verehren…. Wir haben uns das Museum noch an diesem Tag angesehen, wer es stressfreier möchte, dem würde ich empfehlen, das Museum erst am nächsten Tag zu besuchen und hier mehr Zeit einzuplanen die nächsten beiden Tage.


Uplisziche
In der Nähe von Gori liegt außerdem das Höhlendorf Uplisziche mit rund 150 Höhlen. Da dieses erst um 19:00 schließt, haben wir es auch an diesem Tag noch besucht. Zu Sonnenuntergang ist es wirklich malerisch. Man kann die vielen Höhlen besuchen und sich vorstellen, wie die Menschen im 6. Jhdt v. Chr. hier gelebt haben müssen. Von überall sichtbar ist außerdem die im 10. Jhdt erbaute Kirche. Was hier ein bisschen fehlt, sind Informationstafeln oder eine Karte, wo man was findet. Rund um die Höhlenstadt findet man viel Weinbau.


Tag 5: Gori & Akhaltsikhe
Am Vormittag an Tag 5 erkundeten wir die Stadt von Gori inklusive der kleinen Burg. Hier ist man schnell durch, aber es empfiehlt sich, das Museum an diesem Tag zu machen.
Akhaltsikhe
Danach ging es für uns noch weiter südlich zu einer Stadt, die etwas weniger viele Touristen auf ihrer Route haben, weil sie etwas abseits der Route liegt, aber ich finde, Akhaltsikhe sollte bei jedem auf der Georgien Reiseroute dabei sein. Die Fahrt von Gori nach Akhaltsikhe dauert rund 2 Stunden.
In Akhaltsikhe angekommen, sollte man unbedingt die Festung oder die Höhlenstadt Wardsia rund 1 Stunde von der Stadt entfernt besuchen. Wir haben beides noch an Tag 5 gemacht, wodurch der Tag doch sehr lang wurde, also würde ich empfehlen, eine der beiden Sehenswürdigkeiten am folgenden Tag zu besuchen.
Höhlenstadt Wardsia (Vardzia) mit Festung Khertvisi
Am Weg zur Höhlenstadt Wardsia liegt die Festung Khertvisi. Wir haben hier nur einen kurzen Fotostopp eingelegt, aber man könnte hier natürlich auch die Festung besuchen.
Die Fahrt zur Höhlenstadt Wardsia ist auch sehr schön, man fährt in einer Schlucht und man kann überall alte Wehrtürme und kleine verfallene Dörfer an den höchsten Punkten erkennen.
Anders als die Höhlenstadt Uplisziche liegt Wardsia in einer Felswand, weshalb es sich lohnt, beide Höhlenstädte in Georgien zu besuchen, da sie völlig unterschiedlich sind. Die Stadt stammt aus dem 12. Jhdt. Ein Highlight ist die Maria-Himmelfahrtskirche. Ursprünglich wurde die Stadt als militärische Basis erbaut und auch genutzt in einem Konflikt mit den Türken. Um zur Stadt zu gelangen, kann man einen Shuttle Bus nutzen, oder zu Fuß bergauf gehen. Wir haben hier rund 2-3 Stunden verbracht.


Tag 6: Burg Akhaltsikhe, Kutaissi
Burg Akhaltsikhe
Für den Besuch der Festung Akhaltsikhe kann man schon rund 2-3 Stunden einplanen, das Gelände ist nämlich sehr groß. Die Festung stammt aus dem Mittelalter. Da die Region einmal unter osmanischer Herrschaft stand, gibt es hier am Gelände neben einer Kirche auch eine Moschee. Um die Burg gab es schon viele Schlachten und zwischen türkischer und russischer Herrschaft wechselte es immer hin und her. Nach der Soviet-Zeit verfiel die Burg nach und nach und wurde 2012 aufwändig renoviert.
Nach der Besichtigung der Burg Akhaltsikhe kann man die Region wieder hinter sich lassen und weiterfahren in Richtung Kutaissi.


Kazchi Säule & Kloster
Am Weg nach Kutaissi empfiehlt sich noch der Abstecher zur Kazchi Säule. Diese Felssäule mit einem Kloster obenauf ist wirklich einzigartig (in Georgien, in Griechenland gibt es sowas tatsächlich auch) und wir fanden es einen richtig coolen kurzen Stopp. Ich habe hier mit der Drohne einige Aufnahmen gemacht, aber auch ohne Drohne kann man die Säule sehr klar erkennen.

Kutaissi
Kutaissi ist die drittgrößte Stadt in Georgien. Die Highlights hier sind die Auffahrt zum Vergnügungspark mit der kleinen Seilbahn, der Vergnügungspark mit altem Riesenrad aus der Soviet-Zeit und die Bagrati Kathedrale. Außerdem gibt es in der Innenstadt ein paar sehr schöne Gebäude, wie beispielsweise die Oper, die White Bridge oder der Bazaar. Rund um Kutaissi gibt es ein paar weitere Highlights, die ich am nächsten Tag (oder sogar den folgenden 2 Tagen) besuchen würde.
Disclaimer: Wir hatten die Burg Akhaltsikhe am Vortag (Tag 5) mit der Höhlenstadt besucht und Zqaltubo, Kutaissi und die Kazchi Säule an einem Tag (Tag 6). Ich fand beide Tage sehr anstrengend und für Zqaltubo war es dann schlussendlich zu wenig Zeit, weshalb ich es aufteilen würde.



Tag 7 & eventuell Tag 8: Zqaltubo und Prometheus Höhlen oder Kloster Gelati & Motsameta
Diese 4 Orte liegen alle unweit von Kutaissi. Allerdings würde ich nicht alle an einem Tag empfehlen, sondern hier je nach Lust und Laune 2 oder 3 der Orte besuchen. Wenn ihr alle 4 genannten besuchen wollt, würde ich definitiv noch einen halben Tag bis Tag mehr einplanen in Kutaissi und damit allgemein 1 Tag länger in Georgien verbringen. Zqaltubo ist meiner Meinung nach ein Muss, kombinieren kann man es dann mit den Höhlen oder mit den beiden Klöstern.
Zqaltubo
Mein Georgien Highlight war der Lost Place Zqaltubo. In dem zu Soviet-Zeiten boomenden Kurort findet man über 20 Sanatorien und andere pompöse Gebäude, die inzwischen völlig verfallen. Ich habe dazu einen gesonderen Blogpost erstellt, wo ihr alle Infos, die ich zu Zqaltubo habe, gesammelt findet.
Zum Zqaltubo Blogpost geht es hier entlang


Prometheus Höhlen
Ein Ort, den wir nicht mehr besucht haben, sind die Prometheus Höhlen. Sie liegen unweit von Zqaltubo und wird überall als sehenswert angeführt. Die Tour in der Höhle dauert 1 ½ Stunden. Wer 1 vollen Tag für Zqaltubo & die Höhlen einplant, ist hier sicher gut aufgestellt.
Kloster Gelati & Motsameta Monastery
Nordöstlich von Kutaisi, rund 15min von der Stadt entfernt, findet man in den Bergen die beiden Klöster Gelati und Motsameta. Wir entschieden uns nur für den Besuch bei Motsameta, das ein sehr kleines Kloster ist und sehr süß liegt. Gelati wurde zum aktuellen Stand umgebaut, weshalb wir auf einen Besuch verzichteten. Ich will ehrlich sein: Wir hatten schon so viele Klöster und Kirchen gesehen, dass es irgendwo auch reichte, es war nett, aber wir persönlich fanden es jetzt weniger atemberaubend als andere der Kloster auf der Strecke. Wer aber noch Zeit hat in Kutaissi, kann diese beiden Klöster noch besuchen.


Tag 8 (eventuell Tag 9): Zugfahrt nach Batumi & Nachmittag / Abend in Batumi
Um die Mittagszeit geht es hier an diesem Tag von Kutaissi in die Küstenstadt und beliebtes Sommerreiseziel Batumi.
Erkundung von Kutaisi am Vormittag
Da der Zug um die Mittagszeit fährt, kann man hier am Vormittag noch die Stadt erkunden.
Zugfahrt nach Batumi
Züge von Kutaisi nach Batumi gibt es regelmäßig, aber es gibt nur 2 Schnellzüge pro Tag (Stand Juni 2025), die rund 3 Stunden zwischen den beiden Städten benötigen, einmal um die Mittagszeit und einmal am späten Abend. Die Schnellzüge sind eher für Touristen, da sie zwar für uns mit 10 Euro pro Person pro Fahrt sehr günstig sind, für die Einheimischen aber verhältnismäßig teuer, der 5 ½ Stunden Zug kostet nämlich nur 2-3€.
ACHTUNG! Bei uns waren die Züge ausgebucht und wir hatten Glück, dass wir noch einen Platz bekommen haben. Daher empfehle ich eine Online Buchung im Vorhinein.
ACHTUNG! Die Schnellzüge fahren in Kutaissi vom „Flughafen-Bahnhof“ weg und NICHT in der Stadt!!! Beachtet dies bei der Planung, denn die Fahrt von der Stadt zu diesem Flughafen (per Taxi oder Bolt) dauert rund 30 Minuten.
Batumi
Am frühen Nachmittag kommt man nach Batumi, wo wir direkt in die Unterkunft eincheckten und dann die Stadt erkundeten. Batumi wirkt wie eine Stadt, die Potential zur Hassliebe hat. Mit dem Rest von Georgien hat Batumi recht wenig zu tun, es ist eher ein kleines „Las Vegas“ oder „Jesolo“ am schwarzen Meer. Hier findet man Urlauber, die Entspannung am Meer suchen und nebenbei ein bisschen bummeln möchten. Wir fanden die Stadt recht cool, weil man hier viel spannende Architektur findet. Das war etwas, das uns in Georgien aufgefallen ist – verglichen mit dem Einkommen der Einheimischen gibt es hier überdurchschnittlich viele kreative und ausgefallene Projekte, sei es in der Kunst oder Architektur, weil es viele Investoren aus anderen Ländern gibt. Aber auch hier gilt wie überall in Georgien: Hat ein Investor ein Projekt aufgegeben, verfällt dieses Gebäude meist. Es gibt hier einige „Geistergebäude“…
Tag 9 (eventuell Tag 10): Batumi
Den letzten vollen Tag kann man noch entspannt in Batumi verbringen und ein bisschen baden, oder die Sehenswürdigkeiten erkunden.
Auf der Must-See Liste stehen sollten:
- Argo Seilbahn & Batumi Digital Space
- Ali & Nino Statue
- Europaplatz & Astronomische Uhr
- Boulevard
- Alphabetic Tower (zumindest von außen)
- Colonnade & Statue von Fadiko Gogitidze
- Piazza Platz



Weitere Sehenswürdigkeiten in Georgien
Georgien bietet noch viel mehr als die genannten Sehenswürdigkeiten, man kann hier locker 3 Wochen verbringen. Hier eine kurze Auflistung, was auch auf meiner Liste stand, wir aber zeitlich nicht mehr einplanen konnten:
- Mestia
- Ushguli (hier müsst ihr für An- & Abreise auch viel Zeit einplanen)
- Dartlo
- Wein schlürfen in der Weinregion Kachetien
- Dashbashi Canyon
- Der Osten von Georgien mit zb: St Nino, Signohne, Garedscha & Dawit Garedscha Kloster
Kombi-Reise Georgien mit Armenien oder Aserbaidschan
Außerdem lässt sich Georgien auch mit einer Reise nach Aserbaidschan oder Armenien verbinden. Hier müsst ihr euch über die aktuellen Grenzbestimmungen informieren, denn zB aktuell ist die Einreise nach Aserbaidschan nur über den Luftweg möglich.

3 Kommentare
Vielen Dank für diesen informativen und spannenden Beitrag. Der kommt wie gerufen, da ich aktuell über eine Reise nach Georgien nachdenke. LG, Nadine
Hi Nadine, danke, das freut mich sehr! Viel Spaß bei der Reiseplanung. Lg
Hallo Sabrina,
ich war vor ein paar Jahren in Georgien und auch sehr begeistert. Vielen Dank, dass du mit deinem Artikel meine Erinnerungen wiederbelebt hast!
Liebe Grüße
Elke